Liebe Naturbegeisterte,

es grünt, blüht und wächst – in der Natur ist nichts zu spüren von all den Veränderungen seit Beginn der Einschränkungen wegen des Corona-Virus.

Leider ist es ja noch immer nicht möglich, mit einer größeren Gruppe in die Natur/in den Wald zu gehen. Das Netzwerk der Waldpädagogik hat einen Brief an den Niedersächsi­schen Landesminister geschrieben mit der Bitte, dass die waldpädagogische Arbeit im Freien doch möglichst schnell wieder beginnen sollte, da an der Luft in Wald und Wiese die Gefahr einer Ansteckung doch eher gering ist, vor allem wenn wir uns an die Abstandsregeln halten.

Trotz dieser ganzen Widrigkeiten merke ich, dass diese Entschleunigung auch etwas Gutes hat. Ich bin viel mehr im Wald unterwegs, sammle sehr viele Wildkräuter, Knospen und Rinden, die ich in allerlei Rezepten  ausprobiere, wozu ich sonst kaum Zeit gefunden hätte.

Ich freue mich aber schon sehr auf meine Führungen mit euch/Ihnen und darauf, mein Wissen weitergeben zu können.

Das beigefügte Osterfoto mit Bärlauch habe ich im Grauhöfer Holz gemacht. Dazu füge ich ein Rezept bei:

Bärlauch-Likör

Ca. 20 Blätter Bärlauch

1 Nelke

1 Wacholderbeere

200 g Zucker oder Kandis

1 l Wodka


Die Bärlauchblätter etwas zerkleinern und in ein weithalsiges Gefäß füllen. Die Gewürze und den Zucker dazu geben und mit dem Wodka übergießen. Für 14 Tage in ein sonniges Fenster stellen und täglich schütteln oder umrühren. Dann abseihen und in eine Flasche füllen.

Der Geschmack ist zwar gewöhnungsbedürftig, dafür ist aber ein Gläschen täglich heilsam: Der Bärlauch-Likör hat eine blutdrucksenkende Wirkung, verbessert den Lymphfluss, senkt die Blutfette, damit ist er auch herzschützend. Er wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und darmregenerierend.

Ich wünsche allen eine gute und hoffentlich gesunde Zeit.

Auf ein baldiges Wiedersehen oder Kennenlernen freue ich mich sehr.